Die größten deutschen Bankiers in Heringsdorf

Größte Bankiers in Heringsdorf

In Heringsdorf finden Sie die größten Namen der deutschen und europäischen Bankiersgeschichte, wie Gerson von Bleichröder mit der Verbindung zur Rothschild-Gruppe, Adelbert Delbrück als Mitgründer der Deutschen Bank, Salomon Oppenheim u. a. Die Bankiers finanzierten die für den Massentourismus entscheidenden Eisenbahnlinien Berlin-Wolgast, Heringsdorf-Swinemünde und andere. Sie kauften Ländereien zur touristischen Erschließung auf, gaben Geld für Straßen, Promenaden, Seebrücken, Hotels, Pensionen und Badeanstalten aus und sammelten Anlagegelder ein.


Seebrücke Heringsdorf

Seebrücke Bansin Seebrücke in Heringsdorf


Gerson von Bleichröder

1860 war das Bankhaus Bleichröder erste Adresse in der Emission von Staatsanleihen und mit dem Kölner Bankhaus Sal. Oppenheim führend bei der Eisenbahn- und Industriefinanzierung. Weltstellung errang Bleichröder mit der Finanzierung russischer Unternehmen und des russischen Staatshaushalts. Gerson von Bleichröder finanzierte die deutsche Monarchie und das Deutsche Reich. Er galt damals als der reichste Mann Preußens und einer der reichsten Männer der Welt.


Bank Delbrück Leo & Co.

Delbrück & Co war der „Financier des Preußischen Staates“. Adelbert Delbrück (1822-1890), Generalagent der Concordia Lebensversicherungsgesellschaft, sorgte dafür, dass Versicherungsgelder nach Heringsdorf flossen. Die Gründung der Deutschen Bank war seiner Initiative zu verdanken, um »eine große Bank für den überseeischen Handel zu schaffen, die unabhängig von englischen Kreditgewährungen machen sollte. 1871-1889 wurde er Vorsitzender des Verwaltungsrates der Deutschen Bank. Sein Sohn Ludwig Delbrück (1860–1913) übernahm erfolgreich die Leitung der Bank Delbrück Leo & Co. Rudolph von Delbrück, ein Vetter, stand seit 1871 an der Spitze des Reichskanzleramts und war rechte Hand Bismarcks bis 1876 und bei der Gründung der Deutschen Bank beteiligt. 1872 gründeten die Brüder Delbrück die Aktiengesellschaft Seebad Heringsdorf. Diese AG kaufte und verkaufte aggressiv Land, entwickelte und finanzierte Seebrücken, Promenaden u. v. m.


Sal Oppenheim

Die Bank Sal Oppenheim wurde 1789 vom 17-jährigen Salomon Oppenheim junior als Kommissions- und Wechselhaus in Bonn gegründet. Sein Sohn Abraham heiratete Charlotte Beyfus und war ab 1834 privat und geschäftlich eng mit der Bankiersfamilie Rothschild verbunden. Oppenheim finanzierte die Rheinschifffahrt und Entwicklung des Eisenbahnwesens sowie die Industrialisierung des Rheinlands und des Ruhrgebiets. In der Neuzeit finanzierte das Bankhaus die Gründung der Auto Union, des späteren Audi-Konzerns, und war in der deutschen Wiedervereinigung Berater des Staates bei Privatisierungen. 2004 übernahm die Sal Oppenheim die ING BHF-BANK vom niederländischen ING-Konzern und stieg zur größten europäischen Bank in Familienbesitz auf. Das Bankhaus Sal. Oppenheim aus Köln ist seit 1789 in Familienbesitz und heute die führende unabhängige Privatbank Europas.


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